Biografie

Jan Cornelius (Jahrgang 1953) lebt als pensionierter Lehrer sowie als Autor und Interpret plattdeutscher Lieder im in der „heimlichen Hauptstadt Ostfrieslands“ Leer an der Ems. Er gilt als der ostfriesische Liedermacher schlechthin und kann auf mehr als 40 Bühnenjahre im plattdeutschen Genre zurückblicken.

Als Kind der 60er Jahre machte er seine ersten musikalischen Gehversuche im Bereich der sogenannten Beat-Musik. Erste öffentliche Auftritte folgten als Mitglied einer Skiffle-Band. Über diesen „Umweg“ entdeckte er seine Vorliebe für akustische, handgemachte Musik, die bis heute anhält.

Bedingt durch sein Germanistik-Studium kam bei Jan Cornelius (besonders ausgelöst durch Thomas Manns Buddenbrooks“) eine Bewusstwerdung seiner plattdeutschen Sprachwurzeln zustande, die dazu führte, dass er sich als Musiker mit dem entsprechenden Liedgut auseinandersetzte.

1984 beendete Jan Cornelius die Zusammenarbeit mit seinem Bruder und arbeitete fortan als Solist und veröffentlichte den Gedichtband „Achter mien Ogen“. Von 1986 bis 1988 folgte ein Auslandsaufenthalt. Gerade diese Zeit außerhalb seines angestammten Kulturraumes veranlasste ihn verstärkt eigene plattdeutsche Lieder zu schreiben, die zur Veröffentlichung der 1990 erschienen CD „Neije Mörgen“ führte.

Großen Einfluss übte die renommierte niederdeutsche Dichterin Greta Schoon auf Jan Cornelius aus, der er freundschaftlich verbunden war. Mit seinen Vertonungen der Dichtung Greta Schoons, die 1992 auf der CD „En Vögelfeer“ erschienen, brachte er nicht nur seine Verehrung für die verstorbene Lyrikerin zum Ausdruck sondern betrat für sich auch musikalisches Neuland. Mit seiner 1994 erschienen CD „Tiedenloop“, die nur von ihm geschriebene Texte und Melodien beinhaltet, entwickelt Jan Cornelius endgültig seinen eigenen unverkennbaren Stil.

Parallel zu seiner Arbeit im „ernsten“ Bereich widmet sich Jan Cornelius Anfang/Mitte der 90er Jahre verstärkt dem plattdeutschen Kinderlied, dem er entscheidende Impulse gibt. Besonders für diese Arbeit erhält er 1993 den Bad Bevensen-Preis. Mit dem Liederheft und dazugehöriger CD „Kandidel“, die 1996 erscheint, dokumentiert Jan Cornelius diese Phase seines Schaffens eindrucksvoll.

Dass er kein musikalischer Einzelgänger ist, beweist Jan Cornelius mit seiner fünften CD-Veröffentlichung „Windgesang“ 1997. Gemeinsam mit der Folkgruppe Laway setzt er in einem Konzeptalbum seine Idee einer plattdeutschen Liedsammlung zum Thema Windmühlen um. Neben historischem Material stehen hier eigene Lieder oder Vertonungen niederdeutscher Autoren. Die Musiker von Laway unterstützen Jan Cornelius auch bei seiner nächsten, 1998 erscheinenden CD „Töverland“, auf der wieder nur eigene Texte und Melodien aus seiner Feder zu finden sind.

Diese Seite wird überarbeitet und demnächst inhaltlich erweitert.